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GNSS-Störsender in Graz detektiert

Während einer intensiven Messkampagne im Zuge des GAIMS-Projekts gelang es Forschern der TeleConsult Austria, einen sogenannten Jammer (Störsender) in der Nähe des Flughafen Graz zu detektieren.

Diese Störsignale können den Betrieb von GNSS-Empfängern im Umkreis von bis zu 1000 m signifikant beeinflussen. Dies kann zu einer schlechteren Positionsgenauigkeit bis hin zu einer falschen Position oder zum totalen Ausfall der Positionierung führen.

Der Jammer konnte am 19. August 2014 um 11:24 in der Nähe des Flughafens Graz detektiert werden. Verschiedene speziell entwickelte Algorithmen detektierten den Störsender zur gleichen Zeit.

Im folgenden Plot, welcher die spektrale Leistungsdichte darstellt, erkennt man den Jammer, welcher das GNSS L1/E1 Band stört. Da das Störsignal über einen Zeitraum von ca. 7 Sekunden vorhanden war, kann davon ausgegangen werden, dass es sich um ein sogenanntes "Personal Privacy Device" handelt, welches mit dem Zigarettenanzünder in einem LKW/PKW betrieben werden kann. Die schnell ansteigende und dann wieder abfallende Leistung unterstützt die These eines vorbeifahrenden Jammers.

Spektrale Leistungsdichte

Der Effekt des Störsenders wird auch am Signal-Rausch-Verhältnis (SN0R) der Satelliten deutlich. In diesem Plot sind die theoretischen SN0R der Satelliten strichliert eingezeichnet, während die gemessenen mit einer durchgezogenen Linie dargestellt sind. Während der Störsender vorbeifährt, sinkt die empfangene Signalleistung.

Signal-Rausch-Verhältnis

Derzeit werden die Messungen im Zuge des GAIMS- ("GNSS Airport Interference Monitoring System") sowie des GAIMS-II-Projekts weiter ausgewertet und untersucht.