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Impacts and Countermeasures of Austrian PRS application scenarios in GNSS denied environments (PRSAustria)

Ziel
Im Zuge von PRSAustria werden Galileo PRS-Anwendungsszenarien analysiert und im Hinblick auf deren reales Gefahrenpotenzial untersucht. Die Vor- und Nachteile von PRS werden untersucht und die Robustheit von PRS im Konstrast zu zivilien Signalen unter realen Bedingungen wird demonstriert. Zu diesem Zweck werden GNSS-Jammer benutzt, um aktuelle Lösungsstrategien und Ansätze zu evaluieren und den negativen Effekt von GNSS-Jammern im Empfänger zu verhindern. Außerdem wird im Zuge des Projekts das Bewusstsein für die Gefahr bei den Behörden und Stakeholdern geschärft, indem die Gefahren in realen Szenarien demonstriert werden. Gemeinsam werden Strategien für Österreich entwickelt, um von den Vorteilen von PRS zu profitieren.

Kurzbeschreibung
Im Rahmen des Sondierungsprojekts TAUPAS werden derzeit mögliche PRS-Anwendungsszenarien zusammen mit den relevanten Behörden (BMLVS, BKA, BMI, bmvit) und potentiellen österreichischen Nutzern erhoben und diskutiert. Diese Szenarien stellen für die Behörden eine wesentliche Entscheidungshilfe dar, wenn es um die Frage geht, ob Österreich Galileo PRS-Nutzer wird. Die entwickelten Szenarien decken ein breites Spektrum von Plattformschutz, Geiselbefreiung, Auslandseinsätzen, Personenschutz, Schutz kritischer Infrastruktur bis hin zu zukünftigen Szenarien (z.B. autonome Steuerung, Zeitsynchronisation und humanitäre Einsätze) ab. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Bedrohungspotential wurden im Rahmen von PURSIT und TAUPAS aus theoretischer Sicht beleuchtet. Die tatsächlichen Auswirkungen und die damit verbundenen Schäden konnten bisher aufgrund von Restriktionen nicht analysiert werden. Auch wurde die Awareness für solche Szenarien bei den Anwendern zwar im Rahmen von TAUPAS geweckt, jedoch besteht noch eine große Lücke zwischen dem theoretischen Aufzeigen der Bedrohung und den Erkenntnissen nach einem realen Eintritt eines solchen Szenarios. Da derzeit die Awareness – mit Ausnahmen – noch nicht gegeben ist, aber die Entscheidung für die Verwendung von Galileo PRS bereits frühzeitig gefällt werden muss (um die technischen und rechtlichen Voraussetzungen, wie Einrichtung einer österreichischen PRS-Behörde, zu schaffen), ist es unbedingt notwendig, schon jetzt Österreich PRS-ready zu bekommen.

Im Zuge dieses Projekts – PRSAustria – sollen die entwickelten Szenarien konkretisiert und hinsichtlich ihres Gefahrenpotentials analysiert werden. Dazu ist es notwendig, die Szenarien und den Einsatz von PRS hinsichtlich Bewusstseinsbildung voranzutreiben. Dies kann allerdings nur erfolgen, wenn den Anwendern und Entscheidungsträgern die Auswirkungen eines solchen Szenarios real vor Augen geführt werden. Deshalb soll im Rahmen des Projekts das Potential von PRS im Falle des Eintritts eines solchen Szenarios untersucht und im gleichen Schritt die Robustheit von PRS im Gegensatz zu den zivilen Signalen (z.B. GPS L1 C/A, Galileo OS oder Galileo CS) aufgezeigt werden.

Im Rahmen des, von den relevanten Behörden (BMVLS als Projektpartner, BMI, BKA und bmvit mittels Letter of Support) unterstützten, Projektvorhabens werden in Zusammenarbeit mit dem BMLVS und BMI zwei Szenarien (Friendly-Force-Tracking und Geiselbefreiung) konkret durchgespielt und analysiert. Dabei wird unter Verwendung von Jammern (entweder tatsächliche Verwendung von Jammern oder Simulation) die Auswirkung auf die derzeitigen Lösungsstrategien in den Szenarien untersucht. Parallel dazu werden PRS-like Signale generiert und in die Szenarien integriert. Damit ist es möglich den Mehrwert von PRS in realistischen Situationen zu analysieren. Im Bereich der Awareness ist es notwendig, die betreffenden Ministerien und weitere in den Szenarien definierte Anwender über das tatsächliche Gefahrenpotential, basierend auf den Untersuchungen, aufzuklären und gemeinsame Lösungsstrategien zu erarbeiten. Die bereits in den Projekten PURSIT und TAUPAS aufgebauten Netzwerke zu Entscheidern und Nutzern im Bereich PRS in Österreich sollen weiter vertieft werden und einen konstanten Informationsaustausch ermöglichen. Auch die Vernetzung der Stakeholdergruppen untereinander soll mittels gemeinsamen Workshops gefördert werden.

Projektpartner
    TeleConsult Austria GmbH (Projektleitung)
    Brimatech Services GmbH
    Bundesministerium für Landesverteidigung

Finanzierung
    Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) – ASAP 12

Status
    Laufend