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Smart lAst mILe cOmmeRce (SAILOR)

Ziel
Im Projekt SAILOR werden Echtzeitlösungen für die Matching-Probleme zwischen Paketzustelldiensten und Endkunden entwickelt, wodurch die Lieferroutenstrecke verkürzt, die Erfolgsrate bei Erstauslieferungen erhöht und die Retour-Logistik nach der Endkundenbelieferung optimiert werden sollen. Das Hauptziel von SAILOR ist dabei die Erhöhung von Kosteneffizienz und das Senken von Verkehrsbelastungen und Umweltverschmutzungen bei der Zustellung zum Endkunden. Ein Prototyp von SAILOR wird in Zusammenarbeit mit den örtlichen Zielgruppen in vier heterogenen Europäischen Städten zum Einsatz kommen: Amsterdam (Niederlande), Borlänge (Schweden), Graz (Österreich) und im Gebiet um San Sebastian (Spanien).

Kurzbeschreibung
Gegenwärtig enden Paketzustellungen speziell für Privatkunden üblicherweise in einer Abholstelle, wodurch der Kunde für die Endauslieferung selbst verantwortlich ist. In diesem Zusammenhang bestimmt der Paketzustelldienst die Bedingungen für eine direkte Übergabe, wobei sowohl das statische Routing des (motorisierten) Fahrzeugs als auch ein bestimmtes Zeitfenster und ein bestimmter Ort (Wohnadresse) für die Lieferung / Abholung festsetzt sind. Diese Problematik ist in folgendem Bild (oberer Teil) dargestellt: ein Lieferwagen befindet sich auf seiner festen Lieferroute von A nach C. Bei Punkt A ist eine Zustellung wegen Abwesenheit des Empfängers nicht möglich, weshalb der Lieferwagen den Umweg über die Abholstelle fahren muss. Deshalb und aufgrund der Wartezeit bei dem Zustellversuch bei A ergibt sich eine Verzögerung für Punkt C.

SAILOR
Die Grafik zeigt die Auslieferung, wobei auch die Rückfahrt von dieser Problematik betroffen ist. Das SAILOR-System soll diese Matching-Probleme reduzieren. Aufgrund der Verfügbarkeitsinformation wird die Auslieferung zu Kunde A neu berechnet zu dem Ort, an dem sich der Adressat gerade befindet, wodurch die Ankunft und das Entladen bei Punkt C rascher erfolgen. Die strichlierten Pfeile im unteren Teil des Bildes zeigen die ursprünglich geplante Fahrt, während die durchgezogenen Pfeile die optimierte darstellen. Die Pfeillängen geben Hinweise auf die Routendauer. In der Grafik ist auch die Auslieferung per Fahrrad dargestellt, weil bei einigen der Prototyp-Demos der Paketzustelldienst Cargo-(Fracht)Fahrräder verwenden wird.

Erwartete Auswirkungen:
  1. 25 % Kostenreduktion für Endauslieferungen
  2. 20 % Erhöhung der Marktakzeptanz wegen direkter Paketzustellung anstatt Paketabholung
  3. mind. 25 % Reduktion von CO2-Emissionen
  4. Zeitreduktion von 5 % pro Lieferrundfahrt, wodurch das Verkehrsaufkommen in den Städten verringert und die Arbeitsbedingungen für die Angestellten von Paketzustelldiensten stressfreier werden können.
Ergebnisse:
  1. Erhöhung der Kosteneffizient von Paketlieferdiensten wegen der höheren Erfolgsquote bei Erstzustellungen, schnellerer Zugang zu Lade- und Entladezonen und besseres Management der Retour-Logistik
  2. Größere Kundenzufriedenheit durch die Anpassung der Übergabeorte von Paketen und durch flexible Übergabezeitpunkte
  3. Gesellschaftliche Vorteile wie Emissions-Reduktion in Stadtgebieten, weniger Verkehrsaufkommen und stressreduzierte Arbeitsbedingungen für die Angestellten von Paketlieferdiensten.
Projektpartner
    ITSdalarna, Schweden (Projektleitung)
    TeleConsult Austria, Österreich
    The Amsterdam University of Applied Sciences, Niederlande
    Intelligent Delivery S.A., Spanien

Finanzierung
    Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)

Status
    Laufend

Weitere Information
    SAILOR Projekt-Website