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Situational Awareness and
Command & Control of Rescue Forces
in Alpine Regions (SARONTAR)

SARONTAR
Ziele
Demonstration und Pilot-Implementierung eines satellitenbasierten Einsatzleitsystems für eine effektivere und koordiniertere Vorgehensweise der Rettungskräfte bei alpinen Einsätzen.

Kurzbeschreibung
Im Falle von Naturkatastrophen wie Lawinen oder bei Unfällen in alpinen Regionen ist der Wettlauf gegen die Zeit von entscheidender Bedeutung und muss so gut wie möglich unterstützt werden. Ein satellitenbasiertes Steuerungs- und Kontrollsystem kann diese Unterstützung bieten, indem es das Lagebewusstsein und die Koordination der Rettungskräfte verbessert. Durch die Verfügbarkeit eines Gesamtsystems wird die benötigte Zeit bis zur Rettung einer verunglückten Person entscheidend verkürzt und die Überlebenschancen erheblich verbessert.
 
Das zentrale Thema dieses innovativen Systems ist die Integration von Positionierung, Navigation, Geoinformation und Kommunikationstechniken. Zusätzlich zu den wesentlichen Informationen über die Position des Such- und Rettungsteams liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Kommunikation im Falle von Naturkatastrophen. Nach solchen Ereignissen ist die Verfügbarkeit von terrestrischer Kommunikation oft begrenzt oder fehlt zur Gänze aufgrund der Schäden im Katastrophengebiet. Daher ist es wichtig sich nicht auf terrestrische Infrastrukturen zu verlassen und zusätzlich Satellitenkommunikation zu verwenden. Somit ist Satellitenkommunikation ein wesentlicher Bestandteil des SARONTAR-Konzepts, da sie den Datenaustausch absichert. Diese hybride Kommunikation ist nicht nur in Situationen, in denen terrestrische Netzwerke aufgrund von Katastrophen ausfallen, von Nutzen, sondern verbessert auch die Verfügbarkeit von Datenkommunikation während alltäglicher Rettungseinsätze. In Bergregionen ist die Abdeckung durch terrestrische Mobilfunknetze (zB 3G) oft eingeschränkt, besonders in wenig besiedelten Gebieten und Regionen ohne profitablen Tourismus. Ein weiterer Grund ist dass die FM Funksysteme, welche von SAR-Teams zur Sprachkommunikation benutzt werden, den Datenaustausch für das SARONTAR-System nicht unterstützen. In der Steiermark wurden Übungseinsätze mit Alpinpolizei und Bergrettung in abgelegenen Gegenden durchgeführt. Dabei wurde die Sprachkommunikation erheblich durch fehlende Mobilfunknetze und Funkverbindungen beeinträchtigt und der Vorteil des SARONTAR-Systems mit Satellitenkommunikation speziell in solchen Situationen und Gebieten aufgezeigt.
 
Geoinformation ist das zweite Thema, welches besonders wichtig für Katastropheneinsätze ist. Mit aktuellen Erdbeobachtungsdaten und Luftbildern können wichtige Informationen über den Zustand des Katastrophengebietes gewonnen werden.
 
Die Grundlage für dieses Demonstrations-Projekt bilden die Ergebnisse der erfolgreich abgeschlossenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte SARONTAR 1 und 2.
 
Projektpartner
   TeleConsult Austria GmbH, Graz, Österreich (lead)
   Institut für Fernerkundung und Photogrammetrie - TU Graz
   Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation - TU Graz

Finanzierung
    ESA (European Space Agency) im Rahmen von ARTES 20
    Land Steiermark


Status
    Erfolgreich abgeschlossen im Jahr 2015