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Towards an Austrian PRS Access Server (TAUPAS)

Ziel
Das Ziel des TAUPAS-Projekts ist, die Österreichischen Aktivitäten im Bereich "Public Regulated Service" (PRS) zu intensivieren. Dazu werden Serverarchitekturen untersucht, Interviews und Workshops mit österreichischen Stakeholdern im Bereich PRS durchgeführt sowie ein Fahrplan in Richtung der Nutzung von PRS in Österreich erarbeitet.

Kurzbeschreibung
Das europäische Satellitennavigationssystem, Galileo, wurde mit einem serviceorientierten Ansatz entwickelt. Einer von diesen vier Services ist der "Public Regulated Service", kurz PRS, welcher für eine spezielle Nutzergruppe entworfen wurde, die eine hohe Zuverlässigkeit und reglementierten Zugang braucht. Zwei verschlüsselte PRS-Navigationssignale mit Spreizcodefolgen und Datensignalen werden ausgesendet. In der Vergangenheit waren aufgrund politischer Zusammenhänge Entwicklungen hinsichtlich PRS auf große europäische Staaten beschränkt.

Die österreichischen Aktivitäten im Bereich PRS sind sehr beschränkt. Um diese in Schwung zu bringen und im europäischen Feld mitzumischen, sind einige Aktionen hinsichtlich der österreichischen Stakeholder notwendig. Im europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation 2020 ist ein Fokus auf die PRS-Entwicklung gelegt. Ein erster Schritt bezüglich österreichischer PRS-Aktivitäten wurde im ASAP8-Projekt "Galileo Public Regulated Service Signal Simulation and Position, Velocity, and Time Calculation" (PURSIT) gelegt, an welchem zwei der drei Konsortialpartner beteiligt waren.

Im Draft für das Sicherheitspaket von Horizon 2020 sind zwei Themen für PRS vorgesehen, wobei das zweite einen "Remote PRS Server" vorstellt. "Die Aufgabe wird es sein, einen Server, welcher PRS-Signale verarbeiten kann, zu erstellen. Die Idee ist ein sogenannter 'PRS-Zugangs-Server', ein Service basierend auf einer Client-Server- Architektur, in der der Nutzer eine Momentaufnahme des empfangenen Signals an den Server sendet, welcher dann die Position, Geschwindigkeit und Zeit-Lösung mittels PRS berechnet und dann an den Nutzer zurücksendet." Nachdem die Herausforderungen für ein komplettes Sicherheitsmodul, welches fähig ist, das PRS-Signal zu entschlüsseln, groß sind, stellt der PRS-Server einen einfachen Weg für einen frühen PRS-Service für zivile Nutzer dar. Dieser Weg könnte auch in Österreich beschritten werden. Der größte Vorteil, nämlich die Verschlüsselung, ist daher ebenfalls die größte Herausforderung für den PRS.

Erst im Sommer 2014 wurde eine kompetente PRS-Behörde in Österreich eingerichtet. Daher waren die bisherigen Aktivitäten limitiert. Das Hauptziel des "Hin zu einem österreichischen PRS-Server"-Projekts TAUPAS ist die Analyse des PRS-Serverzugangskonzept. In einem ersten Schritt wird daher zusätzliche Information durch Einsicht in geheime PRS-Dokumente aufgebaut. Danach wird ein Austausch mit PRS-Interessensvertreter gesucht, um Anwendungsfälle und Anwenderanforderungen zu erfassen. Diese werden dann in Systemanforderungen überführt sowie verschiedene Serverarchitekturen untersucht. Im Rahmen von Interviews und Workshops soll das PRS-Thema vorangetrieben werden und ein Plan für eine erfolgreiche Nutzung von PRS in Österreich entwickelt werden. Nachdem das Thema des PRS-Servers nicht nur auf Österreich sondern auf ganz Europa zutrifft, wird es wichtig sein, die Kompetenz Österreichs auf dem Gebiet von PRS zu sammeln und präsentieren. Zum Abschluss des Projekts wird das Bewusstsein PRS gegenüber in Österreich gestärkt werden bei einem erneuten Austausch mit den Interessensvertretern.

Projektpartner
    TeleConsult Austria GmbH (Projektleitung)
    Berner & Mattner Systemtechnik GesmbH
    Brimatech Services GmbH

Finanzierung
    Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)

Status
    Erfolgreich abgeschlossen im Jahr 2015